Das Besondere an Boxspringbetten

Gerade in den vergangenen Jahren war in der Möbelbranche ein regelrechter Boxspring-Hype zu beobachten. Nachdem das vor allem in den USA und den skandinavischen Ländern beliebte System hierzulande lange nur eine Nischenrolle gespielt hatte, beherrschte es 2012 die deutschen Möbel-Messen. Was aber ist das besondere an Boxspringbetten und wie unterscheiden sich diese Betten von anderen Systemen?

Bis Ende des neunzehnten Jahrhunderts lagen Matratzen meist direkt auf dem Boden. Aus hygienischen Gründen wurde dies auf verschiedene Arten geändert. Oft wurden einfach zwei Matratzen aufeinander gelegt, von denen die untere massiver konstruiert wurde. In Großbritannien, den Beneluxländern und Skandinavien entstanden zu dieser Zeit ausgeklügelte und vor allem sehr bequeme Federkernmatratzen, die auf der unteren Lage aufgelegt, einen hohen Schlafkomfort brachten.

Im Gegensatz zu Deutschland, wo die Matratzen meist auf Lattenrosten liegen, die wiederum in ein Bettgestell eingelegt sind, wurden in vielen anderen Ländern das System der zwei Matratzenlagen beibehalten. Später wurde die untere Lage mit einem Holzrahmen befestigt, der die untere Matratze umgibt. Manchmal steht sie auch auf kleinen Füßen. Dieser untere Teil des Bettes heißt Boxspring, was so viel wie Kiste mit Federn bedeutet. Sie wurde immer weiter perfektioniert. Je nach Hersteller befinden sich mehrere unterschiedliche Federlagen in dem Untergestell. Zwischen Boxspring und oberer Matratze liegt noch ein zusätzlicher Topper. Die Erfindung des heutigen Boxspringbettes unterliegt einem amerikanischen Patent.

Während in Deutschland die meisten Menschen in einem Bett bestehend aus Bettgestell, Lattenrost und Matratze schlafen, werden in anderen Ländern die Boxspringbetten bevorzugt. Aber Boxspringbetten werden in Deutschland immer beliebter, weil hochwertige Boxspringbetten nicht nur viele Vorteile besitzen, sondern auch preiswerter werden.

Ein Vorteil der Boxspringbetten sind die vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten der einzelnen Schichten mit unterschiedlichen Härtegraden und Matratzentypen. Auch die Topper können unterschiedlich hart und dick gewählt werden, sodass das Bett je nach Körperstatur unterschiedlich aufgebaut sein kann. Boxspringbetten sind sehr bequem und je nach Zusammenstellung rückenschonend. Darüber hinaus ist ein hochwertiger Boxspring sehr langlebig. Die Matratze wird durch das Topping gut geschützt. Ein weiterer Vorteil ist der besonders hohe Aufbau, der ein komfortables Aufstehen und Hinlegen garantiert. Dies ist vor allem für Senioren oder Menschen mit Knie- und/oder Rückenbeschwerden eine sehr wichtige Eigenschaft. Die Boxspringbetten sind so aufgebaut, dass sie klimaregulierend wirken und die nächtliche Körperfeuchtigkeit gut zirkulieren kann.

Ein Nachteil der Boxspringbetten ist, dass die Matratzen keiner DIN-Norm unterliegen. Daher sollte man vor dem Kauf eines solchen Bettes immer ausgiebig testen, ob es den individuellen Schlafanforderungen genügt. Das kann man beispielsweise bei Classica Nova in Münster. Das Matratzen und Boxspringbetten Outlet in Münster bietet eine große Auswahl an edlen Boxspringbetten, die man vor Ort testen kann.

Naturlatexmatratzen aus 100% Naturlatex – hoher Liegekomfort und natürliche Materialien sorgen für gesunden Schlaf!

Naturlatexmatratze

Im August hatte ich bereits über Federkern- und Kaltschaummatratzen jeweils einen Blogbeitrag geschrieben. In diesem Beitrag möchte ich gerne die Naturlatexmatratze vorstellen.

Naturlatex gilt als ein sehr hochwertiges Polstermaterial. Das liegt hauptsächlich an den hervorragenden punktelastischen und federnden Eigenschaften. Matratzen deren Latexkerne aus 100% Naturkautschuk bestehen, sind aufgrund des aufwendigen Anbau- und Ernteverfahrens des Rohstoffes (viel Handarbeit) und den anschließenden Fertigungsschritten zu Matratzen-Rohlingen keine “Billigprodukte”.

PunktelastizitätBesonders die Punktelastizität von Naturlatex aus 100% Naturkautschuk ist im Vergleich zu Federkern- oder Schaumstoffmatratzen einzigartig. Eine kontinuierliche, punktgenaue Anpassung an die Körperkonturen ist garantiert!

Im konventionellen Handel wird im Vergleich zu Latex-Matratzen immer die Kaltschaum-Matratze in der Beratung hervor gehoben. Kaltschummatratzen sollen die bessere Belüftung und höhere Elastizität vorweisen. Korrekt ist, dass konventionelle Latex-Matratzen aus 100% synthetischem Latex oder Naturlatex-Matratzen (im Handel mit max. 30% Naturkautschuk, Restanteil aus Synthese-Latex) eine geringere Atmungsakivität aufweisen. Naturlatexmatratzen mit einem 100%igem Naturlatexkern bestehen jedoch aus aufgeschäumten Eiweißfasern deren Millionen kleiner Bläschen, in Kombination mit einem Luftkammer-System eine sehr gute Belüftung gewährleisten. Durch die Bewegungen im Schlaf findet ein ständiger Luftaustausch statt. Unangenehme Hitze- oder Feuchtigkeitsstaus werden dadurch verhindert. In Verbindung mit einem Matratzenbezug aus unbehandelter Schafschurwolle oder Bio-Baumwolle kann Feuchtigkeit aufgenommen und an die Umgebung wieder abgegeben werden.

Bei der Flächenelastizität sind hochwertige Kaltschaummatratzen besser geeignet, nicht jedoch bei der Punkt-Elastizität. Hier ist Latex und besonders Naturlatex ein unübertroffenes Material!

Naturkautschuk100% Naturlatexmatratzen bestehen aus Naturkautschuk. Dieser nachwachsende Rohstoff wird aus dem Saft des tropischen Baumes HEVEA BRASILIENSIS gewonnen, der vorwiegend in Süd-Ost Asien wächst. Sofern die Plantagen nachhaltig betrieben und die Matratze nach hohen sozialen und ökologischen Standards hergestellt werden, ist eine 100% Naturlatexmatratze auch ein umweltfreundliches Produkt. Bei Naturlatexmatratzen die zum Beispiel mit dem Zertifikat “Fair Deal Trading” ausgezeichnet sind, erfolgt der Anbau und die Gewinnung des Naturkautschuks nach ökologischen und nachhaltigen Kriterien. Außerdem wird pro Kilo Rohstoff ein Aufschlag bezahlt, worüber soziale und ökologische Projekte in den Anbaugebieten realisiert werden.

Bevor der Kautschuk für Matratzen verwendet werden kann, muss die flüssige Substanz vulkanisieren. In einer Metallform wird der Kautschuk auf 100° C erhitzt und einige Zeit geschleudert. Für einen optimalen Feuchtigkeits-Transport und einer guten Wärme-Isolation befinden sich in der Metallform horizontal und vertikal kleine Metallstifte. Man spricht deshalb auch häufig von “Stiftlatex”. Bei entsprechender Anordnung dieser Metallstifte können unterschiedliche Härtezonen in den Kautschukkern eingearbeitet werden. Die dadurch entstehenden Hohlräume verbessern nicht nur die Atmungsaktivität sondern verstärken zusätzlich die bei Naturlatex hervorragenden punktelastischen Eigenschaften. Eine sehr gute Anpassungsfähigkeit wird dadurch gewährleistet sowie der bei Naturlatexmatratzen hohe Liegekomfort erreicht.

Aber Vorsicht! Nicht jede Naturlatexmatratze ist qualitativ hochwertig und aus 100% Naturlatex. Naturlatex ist kein geschützter Begriff. Eine Matratze kann bereits als Naturlatexmatratze bezeichnet werden, wenn der Anteil von Naturkautschuk lediglich einen geringen Anteil von zum Beispiel 2% beträgt. Viele Anbieter mischen gerne in großen Mengen den in der Herstellung günstigeren synthetischen Latex bei und bezeichnen ihre Matratzen dann als Naturlatexmatratze, obwohl die Matratze zum größten Teil mal wieder ein Rohöl-Produkt ist. Möchten Sie sicher gehen, dass die Matratze aus 100% Natrulatex besteht, dann achten Sie zum Beispiel auf das QUL-Zertifikat (“Qualitätsverband umweltverträgliche Latexmatratzen e.V.”). Naturlatexmatratzen die nach den Kriterien des QUL-Siegels hergestellt werden, sind aus 100% Naturlatex. Die Bezeichnung “100% Naturlatex” bezieht sich dabei auf den Latexkern der Matratze und besagt, dass der für die Matratze verwendete Latex aus rein pflanzlichem Ursprungs stammt und kein synthetisch erzeugter Latex auf Rohölbasis verwendet wurde. Darüber hinaus werden die Matratzen regelmäßig auf Schadstoffe geprüft.

Passend zu unseren metallfreien Massivholzbetten bieten wir ein ausgewähltes Sortiment an Naturlatexmatratzen an. Die Naturlatexmatratzen sind nach den Kriterien des Qualitätsverbands umweltverträglicher Latexmatratzen hergestellt, der Naturkautschuk ist nach den Standards der Fair Deal Trading und FSC (Forest Stewardship Councils) Organisation angebaut und verarbeitet. Weiterhin werden die Naturtextilien der Bezüge und Naturbettwaren nach den Qualitätsanforderungen des Internationalen Verbandes der Naturtextilwirtschaft e.V. (IVN) und den Global Organic Textile Standards (GOTS) gefertigt.

Stöbern Sie doch einmal auf unsere Webseite www.schlafundschoen.de oder besuchen Sie uns in unserer Ausstellung.

Kissentest – Dinkelspelzkissen

Dinkel die Urform des Weizens gilt noch heute als das beste Weizenkorn. Die Hülle von Dinkel wird Dinkelspelz genannt und wurde bereits vor Jahrhunderten für Kissen und Matten als Füllmaterial benutzt.

Ich habe bereits viel positives über Dinkelspelzkissen (umgangssprachlich Dinkelkissen) gehört. Dinkelkissen  stützen ideal und passen sich an Kopf und Nacken perfekt an. Außerdem sind diese Kissen sehr atmungsaktiv. Neben den physischen Vorteilen überzeugt auch die umweltfreundliche Herstellung.

Dennoch habe ich das Gefühl, dass viele Menschen mit Dinkelkissen nicht nur positive sondern leider auch negative Eigenschaften verbinden. Einigen ist das Rieselgeräusch bei Bewegungen eindeutig zu laut. Oder der Geruch nach Getreide schreckt sie ab und sie verbinden diesen Geruch häufig mit Staub. Anderen wiederum ist die Füllung einfach zu hart.

Auf der anderen Seite gibt es sehr viele Menschen, die von den Vorteilen dieser Kissen überzeugt sind.

Ich hatte schon länger geplant ein Dinkelkissen zu testen. Letzte Nacht war es endlich soweit. Ich habe das Dinkelkissen von Prolana getestet. Die Stützeigenschaft ist in der Tat sehr gut. Allerdings war mir das Kissen noch zu hoch. Ich werde für die kommende Nacht ein wenig von dem Füllmaterial aus dem Kissen entnehmen. Übrigens ein weiterer Vorteil. Dinkelkissen sind in der Höhe variabel. Das Rieselgeräusch war für mich gewöhnungsbedürftig. Und das nicht nur für mich, sondern auch für meine Frau :-) Ich kann mir gut vorstellen, dass das für viele Menschen ein Problem ist. Deshalb habe ich einen dickeren Steppbezug auf das Kissen gezogen und das Rieselgeräusch damit ein wenig gedämpft. Der Getreide- bzw. Staubgeruch war für meine eher unempfindliche Nase kein Problem. Für alle die  staubempfindlich sind oder gegen Staub allergisch reagieren, gibt es komplett staubfreie Dinkelkissen. Zum Beispiel von der Firma speltex®. Speltex® Getreideschalen werden in ein Bad mit Naturkautschukmilch getränkt. Der Naturkautschuk, den die Getreideschalen aufgenommen haben, verleiht ihnen lange Haltbarkeit und verbessert ihre stützenden Eigenschaften. Sie sind dann nicht nur staubfrei, sondern auch waschbar und sehr resistent gegen Feinabrieb.

Mein persönliches Fazit: Liebe auf den ersten Blick ist es zwar nicht gewesen – aber die Stütz- und Anpassungsfähigkeit hat mir sehr gut gefallen. Deshalb werde ich das Kissen noch weiter ausprobieren und in ein paar Tagen ein endgültiges Resümee schreiben.

So, jetzt habe ich das Kissen zwei Wochen lang ausgiebig getestet. Es hat ein paar Nächte gebraucht, bis ich die für mich richtige Füllmenge gefunden habe. Aber jetzt bin ich sehr zufrieden mit dem Dinkelspelzkissen von Prolana. Die Stütz- und Anpassungsfähigkeit ist sehr gut. Besonders gut gefällt mir, dass man das Kissen-Inlet über einen praktischen Klettverschluss öffnen und dadurch Dinkelspelzen entnehmen oder nachfüllen kann. Die Liegeeigenschaft ist ein wenig fester, was jedoch nach kurzer Eingewöhnungszeit kein Problem mehr war. Außerdem entlastet das Kissen bei Seitenlage sehr gut meine Schultern, was wiederum auf die gute Stützeigenschaft zurück zu führen ist. Insgesamt habe ich sehr gut auf dem Dinkelkissen geschlafen und bin ohne Verspannungen aufgewacht.

Bald werde ich ein Hirsekissen von Speltex testen. Meinen persönlichen Testbericht wird es dann hier geben.