Teil 1: Vom Baum zum Brett

Berg-Ahorn aus MindenFür unsere Massivholzmöbel verwenden wir ausschließlich regionale Holzarten aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern. Dabei arbeiten wir mit dem Landesbetrieb Wald und Holz (NRW) zusammen.

Die von uns ausgewählten Bäume werden in der Regel im Rahmen von Durchforstungs- und/oder Verkehrs-sicherungsarbeiten gefällt. Wie zum Beispiel bei den hier abgebildeten Ahorn-Stämmen, die bei Baumaßnahmen am Mittellandkanal in Minden/Hahlen gefällt wurden. Während eines Spazierganges sind wir auf diese Baumstämme aufmerksam geworden und meldeten kurzerhand unser Kaufinteresse beim zuständigen Forstamt an. Schnell einigten wir uns auf einen Preis und organisierten den Transport. Wir waren glücklich unser bestehendes Holzlager mit wunderschönen Berg-Ahorn zu ergänzen. Der zuständige Förster freute sich sehr darüber, dass die Baumstämme nicht als Brennholz endeten, sondern für Massivholzmöbel eine nachhaltigere Verwendung fanden. Mit anderen Worten war es eine klassische “Win-Win-Situation”.

Unter anderem ist das unten abgebildete Bett Pur sowie das im Hintergrund stehende Regal daraus entstanden.

Bett Pur mit RegalSobald die Baumstämme bei uns eintreffen, machen wir uns an die Arbeit. Zuerst werden die Stämme auf ca. 3 m abgelängt. Mit unserem Gabelstapler, liebevoll “Heinrich” genannt, transportieren wir die Stämme anschließend in unsere Sägehalle. Dort wartet bereits unser Sägegatter. Eine Bandsäge des Typs LT20 mit Hydraulikfunktion der Firma Wood-Mizer.

Sägegatter

Über die Hydraulik wird die Säge beladen, der Stamm ausgerichtet, gedreht, herunter gezogen und eingeklemmt. Über eine kleine Konsole wird das gewünschte Sägeprogramm bzw. die gewünschte Brettstärke eingestellt und los geht es.

Hier ein Video der Firma Wood-Mizer über eine Bandsäge des Typs LT40. Das Video demonstriert  anschaulich die Funktionen, die zum größten Teil auch von unserer kleineren LT20 unterstützt werden.

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=7yme4xYZaEE]

Die Bandsäge bedeutet für uns ein sehr großes Maß an Flexibilität. Wir können die Baumstämme nach unseren Anforderungen aufschneiden. Je nach Angebot und Bedarf erweitern wir unser Holzlager mit regionalen Holzarten in Dimensionen, die für unsere Projekte geeignet und im Handel so nicht erhältlich sind.

So ist es zum Beispiel in diesem Jahr geschehen, dass uns der Landesbetrieb Wald und Holz NRW einige Baumstämme angeboten hat, die während Durchforstungs- und Verkehrssicherungsarbeiten gefällt wurden. Ganz frisch eingetroffen aus dieser Holzlieferung sind Baumstämme in den Holzarten: Kirsche, Linde, Esche, Hainbuche, Rotbuche, Ulme/Rüster und Akazie. Einige Stämme sind zwar nicht für unsere Betten geeignet, aber für dekorative Unikate ideal.

In Kürze werden wir diese Baumstämme aufschneiden und anschließend in unserem Außenlager sorgfältig für die Freilufttrocknung stapeln. Denn nach dem Aufschnitt muss das Holz getrocknet werden. Bei uns geschieht dies über unser überdachtes Außenlager. Sobald das Holz eine geringe Holzfeuchte (zwischen 15 und 20 Prozent) erreicht hat, wird es in unserem Vakuumtrockner auf die für Möbelholz benötigte Holzfeuchte von 8 bis 10 Prozent technisch getrocknet. Mehr dazu in meinem nächsten Blogeintrag.